Brigitta Seidler-Winkler

»Im Atemholen sind zweierlei Gnaden«
‘Terlusollogie® und Stimme’


Es ist soweit! Die 4. Auflage von
„Im Atemholen sind zweierlei Gnaden“
Terlusollogie® und Stimme
ist da!!

Das Warten hat ein Ende, die Druckerpressen arbeiten und die neue ISBN lautet: 978-3-89727-437-2
Vielen Dank für Ihre Geduld!


ISBN(neu): 978-3-89727-437-2

In diesem Buch schildere ich neben physiologischen („bewiesenen“) Fakten Erfahrungen mit der Übertragbarkeit terlusollogischer Gesetze auf die Stimme, und hoffe, dass ich damit meinen kleinen Beitrag zur Verbreitung “Atemtypspezifischen Singens” leisten kann.

Obwohl sich das neue Ordnungsprinzip immer mehr durchsetzt, ist die Schwellenangst vor dem Unbekannten doch noch verhältnismäßig groß. Dabei sind die Auswirkungen bipolarer Arbeit auf unser inkorporiertes Instrument unüberhörbar!
Weiterhin betroffen von dieser Lehre der zwei Atemtypen ist aber auch der weite, nicht nur für den Bühnendarsteller wichtige Bereich: „Bewegungsabläufe während der Phonation” (Tongebung).

Denn: Es spricht und singt der ganze Mensch.

Über die lapidaren Fakten hinaus versuche ich, in Form von sehr subjektiven Glossen, die Herausforderungen des Bühnen-Betriebes zu beschreiben. Aus der Summe der täglichen Beanspruchungen soll ersichtlich werden, warum es so ungemein hilfreich wäre seinen Atemtyp zu kennen und sich konsequent mit ihm auseinanderzusetzen.

Viele Körpertherapeuten, Hebammen, Logopäden, Stimmbildner, Sänger, Sprecher usw. profitieren inzwischen von den Erkenntnissen der Terlusollogie® und teilen meine Überzeugung! Die Logik bipolarer Prägung beweist sich daher täglich, tausendfach!

Ich würde mir wünschen, dass auch Angehörige anderer Berufe, in denen die Stimme eine maßgebliche Rolle spielt, aus den beschriebenen Einsichten ihren Nutzen zögen!


Erweiterte Erfahrungen!

Wie üblich erweitern sich die (stimmtechnischen) Erfahrungen nach Beendigung eines Buches immer noch. An dieser Stelle werden stets neueste Erkenntnisse dokumentiert. (Fremdbeiträge geben sich an ihrer “Sonnenfarbe” zu erkennen.)


Zum Thema "Paradoxer Reflex" im Internet gefunden:

(A. J. Anthony1 und M. Broglie1

Medizinische und Nervenklinik der Ludwigs-Universität Gießen, Deutschland)

Zwerchfellbewegungen: (Hervorhebungen und kursiv: Anm. von BSW)

Im Röntgenkymogramm wird gezeigt, dass nach tiefster Einatmung, (lunar) ohne Veränderung des Lungenvolumens, deutliche Zwerchfellbewegungen ausgeführt werden können (z.B. allein durch das lunar-typische scharfe A n s p r e c h e n von Explosivlauten!).

Diese Zw.- B. werden von antagonistischen Bewegungen der Thoraxwand (und nicht der Bauchdecke!!) begleitet.

Die entsprechenden Verhältnisse können auch nach tiefster Ausatmung (solar) beobachtet werden (z.B. durch das solar-typische scharfe

A b s p r e c h e n von Endlauten!)

Es handelt sich bei diesen Zwerchfellbewegungen () um sog. p a r a d o x e oder antagonistische Bewegungen/Reflexe.

Diese Vorgänge zeigen, dass Brustwand und Zwerchfell in den Endlagen der Atmung einen verhältnismäßig großen Bewegungsspielraum haben.

(Zusatzpotential für die Leistungs- bzw. Phonationsatmung!)

Vielen Dank!

Ergänzungen (Atemmuskulatur):

Bei einem atypischen lunaren Körperbau (schmaler Brustkorb, schmale Schultern) ist es während des Einatmens besonders wichtig, die beiden Achseln anzupeilen. So kann man der antagonistischen Rippenstruktur helfen, ihre Weithaltung während des Singens beizubehalten (funktionale Einatemtendenz!). Bitte vergessen Sie in jedem Falle Ihren Rücken: Ihr Brustbein würde sich noch mehr absenken und Sie müssten es während der Phonation wieder anheben, was nur mit einem „geschobenen“ Atem möglich ist

Bei „normal lunarem“ breiten Brustkorb können die beiden Schlüsselbeine Zielpunkte für Ihre Fantasie bleiben (Lungenspitzen füllen!).

Dazu fand ich im Protokoll eines Terlusollogischen Erfahrungsaustausches den solaren Hinweis

„Es ist zu beobachten, dass bei Stimmproblemen (wie bei körperlicher Krankheit) sich die Zonen vertauschen, d.h. dass ein Solarer, der in den Brustkorb atmet, diesen zur Bewegungszone macht und in Folge den Hals zur Verengungszone. Darauf reagiert die Stimme mit ihren feinsten muskulären Bewegungsabläufen sehr empfindlich. Der Atem- und Stimmfluss sind nicht mehr frei. Mit typgerechter Atmung wird dieses Ungleichgewicht wieder geordnet.“

Bravo!


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